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16.09.2009
Proaktivität oder: Auf den anderen zugehen?

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Proaktivität ist ein Modewort, dass immer öfter in Stellenanzeigen oder in Dienstzeugnissen zu sehen ist: „Die Mitarbeiterin hat stets eine proaktive Haltung bewahrt“ oder „Wir suchen einen Mitarbeiter, der proaktive Lösungen aufzeigt“. Doch was bedeutet es, proaktiv zu sein?

Proaktivität heisst landläufig soviel wie „voraushandelndes Denken und Tun“. Bevor ich mich zu einer Handlung entscheide, steuere ich diese bewusst durch meine Gedanken. Gleichzeitig reagiere ich nicht nur auf Aussenreize oder Anweisungen, sondern werde von mir selbst aus aktiv.
Ein proaktiver Mitarbeiter zeigt Initiative, will Veränderungen herbeiführen und packt die Gelegenheit „beim Schopfe“.

Hier ein Beispiel für Proaktivität, aus der Sicht von Dale Carnegie:

„Im letzten Jahr suchte ich eine Sekretärin und gab unter Chiffre eine Anzeige in der Zeitung auf. Ich habe wohl an die dreihundert Bewerbungen bekommen. Fast alle fingen etwa so an: „Ich schreibe auf Ihre Anzeige in der Sunday Times Chiffre soundso und möchte mich für die Stelle bewerben, die Sie ausgeschrieben haben. Ich bin sechsundzwanzig…“
Eine Frau aber war klug [Anmerkung: oder, wie wir es heute nennen würden - proaktiv]: Sie schrieb nicht über das, was sie wollte, sondern über das, was ich wollte. Ihr Brief lautete: „Sehr geehrter Herr, Sie werden auf Ihre Anzeige wahrscheinlich zwei- oder dreihundert Bewerbungen erhalten. Sie sind ein vielbeschäftigter Mann. Sie haben nicht die Zeit, alle Briefe zu lesen. Wenn Sie daher jetzt zum Telefon greifen und die Nummer soundso wählen, komme ich gerne zu Ihnen, öffne die Briefe, werfe die, die nicht in Frage kommen, in den Papierkorb und lege Ihnen die anderen vor, damit Sie entscheiden können. Ich habe fünfzehn Jahre Berufserfahrung…“. Sie schrieb weiter, für welche bedeutenden Leute sie schon gearbeitet hatte. Ich griff sofort zum Telefon und bat sie, zu mir zu kommen, aber ich kam zu spät. Ein anderer hatte sie mir weggeschnappt. Einer solchen Frau liegt die Geschäftswelt zu Füßen.“

Wodurch werden wir proaktiv? Vielleicht hilft es uns, wenn wir die Dinge aus der Sicht des anderen sehen, bevor wir anfangen zu handeln? Hängt Proaktivität letztendlich davon ab, ob und wie wir auf den anderen zugehen?

www.dale-carnegie.at/ENGAGE
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