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18.05.2010
Fehlerkultur als Führungsaufgabe?

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Fehler passieren im Arbeitsleben ständig – ob beim alltäglichen Emailverkehr, in einem Kundengespräch, während eines Vortrages oder im wöchentlichen Meeting.

Wie fühlen Sie sich dabei, wenn Sie merken, dass Sie selbst einen Fehler gemacht haben? Wahrscheinlich werden Sie ein mulmiges Gefühl in der Magengrube verspüren und zuerst einmal schön tief durchatmen. Und was passiert dann?

Wenn es um den konstruktiven Umgang mit Fehlern geht, sollten wir uns folgende Tatsachen vor Augen halten:

1) Wir können uns vor Fehlern nicht verstecken.
2) Auch wenn es bei manchen Menschen auf den ersten Blick scheint, als würden sie Fehler nicht so ernst nehmen - es gibt kaum jemanden, der gerne Adressat einer Kritik, einer Beschwerde oder eines Vorwurfes ist.

Es ist nicht immer einfach, beide Bälle in der Luft zu halten. Vor allem Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, Fehler ihrer Mitarbeiter ansprechen zu müssen, mit dem Wissen, dass Kritik in Wahrheit nicht auf offene Ohren stößt.

Für einen gesunden Umgang mit Fehlern ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Menschen offen für Ratschläge und konstruktive Kritik sind. Ein erster Schritt besteht darin, eigene Fehler zuzugeben. Sie werden sich jetzt wahrscheinlich denken: „Das untergräbt doch meine Autorität!“ Bereitwillig einen Fehler einzuräumen ist nicht immer leicht. Es ist jedoch wichtig, ein Beispiel zu geben. Wir können von anderen nicht verlangen, was wir selbst zu leisten nicht bereit sind. Hier geht es um Glaubwürdigkeit. Umso offener und häufiger Fehler kommuniziert werden, desto weniger Angst haben Menschen davor. Oft können wir weitere Fehler sogar vermeiden, indem wir sie ansprechen, und nicht einfach unter den Tisch kehren.

Wenn ein Fehler passiert ist, tendieren wir dazu, jemandem die Schuld zu geben. Wir beginnen zuerst, die Dinge aufzuzählen, die schief gelaufen sind. Versuchen Sie, sich in den anderen hineinzuversetzen – wie fühlen Sie sich, wenn ein Fehler passiert ist und die Schuld an Ihnen hängen bleibt? Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, zuerst das anzusprechen, was in Ihren Augen gut gemacht worden ist. Oder, wie Dale Carnegie behauptete: „Beginnen Sie mit Lob und aufrichtiger Anerkennung.“ Wie sieht das in der Praxis aus? Hier ein Kurzvideo:

www.youtube.com/watch?v=_CBC5eD5kOw
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